Am 9. November 1954 wurde unsere Genossenschaft unter dem Namen „AWG des Friedens“ von 34 interessierten und engagierten Bürgern gegründet. Das beschlossene Statut entsprach in fast allen Punkten dem veröffentlichten Musterstatut.

Bereits am 18. November 1954 wurde der Bau- und Finanzierungsplan für den Bau der ersten Genossenschaftswohnungen nach 1945 beschlossen. Für die Mitglieder war die Einzahlung der Anteile in Höhe von 2.000 M bei niedrigem Einkommen und die zu leistenden 750 Stunden Arbeitsleistungen bei einer 6-Tage-Arbeitswoche eine sehr große Belastung.

Bis in die 60er Jahre erfolgte der Neubau von ca. 370 Wohnungen in monolithischer Bauweise. Danach begann die Ära der industriellen Bauweise, überwiegend vom Typ Q6 und Brandenburg. In dieser Bauweise wurden bis 1978 weitere ca. 1.000 Wohnungen errichtet.

1979 erfolgte die Verschmelzung mit der „Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Torgau“ mit einem Bestand von 143 Wohnungen, die in den Jahren 1908 bis 1937 gebaut worden waren. Zum damaligen Zeitpunkt waren die alten Gebäude eine Last, heute sind sie unsere beliebtesten Schmuckstücke.

Ab 1985 erfolgte in Torgau Nordwest aufgrund der Erweiterung des Flachglaskombinates der Neubau der so genannten „Platte“ vom Typ WBS 70, hier erhielten wir 700 Wohnungen zugeordnet.

Nach der Umfirmierung und Neuregistrierung der Genossenschaft unter dem Namen „Wohnungsbaugenossenschaft Torgau eG“ verschmolzen wir uns 1991 mit der AWG „Frohe Zukunft“ in Dommitzsch. Diese Genossenschaft mit 96 Wohnungen wurde bis dahin ehrenamtlich geleitet.

Ab 1993 wurde der Wohnungsbestand der Genossenschaft, 70 % war ofenbeheizt, zügig saniert. Heute sind 100 % des Bestandes umfassend saniert.

Aufgrund der demografischen Entwicklung fanden seit dem Jahr 1999 Marktbereinigungsmaßnahmen statt. Es wurden bis zum Jahr 2009 104 Wohnungen in den 5. Etagen stillgelegt. Weitere 138 Wohnungen wurden im Fasanenweg abgerissen.

Die Wohnungsbaugenossenschaft verfügt derzeit über einen Wohnungsbestand von 1.922 Wohnungen.

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